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Diverse (Wien)

Wien blickt, wie keine andere Metropole der Welt, auf eine jahrhundertelange Weinbaugeschichte zurück. Nachweisbar ist der Wiener Weinbau erstmals ab 1132. Wurde im Mittelalter noch in allen Bezirken der Stadt Wein angebaut, so verlagerte sich der Schwerpunkt der 700 Hektar Rebfläche nach und nach in die äußeren Bezirke. Heute gedeiht der Wiener Wein hauptsächlich in den Vororten und am Stadtrand. Dort findet man auch die traditionellen Wiener Heurigen, die als identitätsstiftend für die Stadt und die Kultur in erster Linie der Genusskultur gesehen werden können. Ursprünglich waren die Wiener Weine weder nach Rieden noch nach Rebsorten unterteilt, sondern nach Stadtteilen - man bestellte etwa einen Alsegger oder Sieveringer . Heute sind die Rebsorten tonangebend, davon können Riesling und Weißburgunder als Wiener Klassiker bezeichnet werden. Auch der Grüne Veltliner ist von Bedeutung. Die Sorten Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller und Chardonnay werden ebenfalls angebaut. Auch am Rotweinsektor zeigt die Entwicklungskurve steil nach oben - besonders St. Laurent, Zweigelt und Blauburgunder, eher in der Minderheit: Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah Eine Besonderheit der Wiener Weinkultur ist der Gemischte Satz, der gerade eine Renaissance erlebt. Für diesen besonderen Wein werden im Weingarten verschiedene Rebsorten gemeinsam ausgepflanzt und auch geerntet bzw. zu Wein verarbeitet. War der Gemischte Satz einst als Mittel zum Zweck nämlich der Risikominderung bei ungleichmäßigen Erntebedingungen gedacht, so erfreut sich der Wein heute wieder großer Beliebtheit und gilt als Fixum im Repertoire der Wiener Winzer.
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