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Bordeaux

Französische Hafenstadt an der Garonne, zugleich Namensgeberin für das berühmteste und eines der größten Weinanbaugebiete der Welt, das mehr als ein Viertel der französischen AOC-Weine liefert. Bordeaux ist im deutschen Sprachgebrauch auch das Synonym für das gesamte Weinbaugebiet, in dessen Zentrum die Stadt liegt, obwohl die korrekte Bezeichnung Bordelais wäre. Dort, wo kaum ein Fleck dem anderen gleicht, bringt beinahe jede Ortschaft einen anderen, einen besonderen Wein hervor. Der Grund für eine derartige Vielfalt ist die Weite des Landes, das ganzjährig milde Klima, ein Mosaik unterschiedlichster Böden und reichlich Feuchtigkeit. Dieses Zusammenspiel von Klima und Boden – kurz Terroir genannt – ist einer der Schlüsselbegriffe der Bordelaiser Weinphilosophie. Die Weine im Bordeaux sind zu 80 % Rotweine, während auf die Weißweine ein Anteil von 20% entfällt. Traditionell werden für die Rotweine fünf Rebsorten verwendet: Cabernet-Sauvignon, Cabernet Franc, Carménère, Merlot, Malbec sowie Petit Verdot. Anders als z. B. im Burgund gibt es im Bordelais (von wenigen Ausnahmen abgesehen) keine reinsortigen Qualitätsweine. Unter den Weißweinen- aus Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle- treten in erster Linie die edelsüßen Sauternes und die weißen Graves-Weine qualitativ hervor. Im Jahre 1855 erfolgte anlässlich der Weltausstellung in Paris eine umfassende Einteilung der Bordeaux-Weine in Qualitäts-Klassen. Diese berühmte Bordeaux-Klassifizierung ist noch heute nahezu unverändert gültig.
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